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Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD).

Schorndorfs Bürgermeister unbesorgt über Asyl-Gewalt: "Ganz normaler Dreisatz"

17.07.2017 - 16:44 Uhr

Deutschland. Trotz der sexuellen Übergriffe und Gewaltexzesse in Schorndorf sieht Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) offenbar keinen Grund zur Aufregung. "Wenn in Baden-Württemberg etwa 150.000 Flüchtlinge sind, dann gibt es eben einen ganz normalen Dreisatz - das heißt: je mehr Einwohner hier im Raum Stuttgart, desto mehr Straftaten", sagte der Berufspolitiker. Gleichzeitig kritisierte er die Polizei.

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Auf dem Volksfest in Schorndorf bei Stuttgart gab es bereits an den ersten beiden Tagen mehrere sexuelle Übergriffe. Eine 17-Jährige wurde von drei Afghanen festgehalten und am Po begrapscht. Eine weitere Frau wurde von einem Iraker sexuell belästigt. Die Polizei bittet mögliche weitere Opfer, Anzeige zu erstatten.

Später in der Nacht kam es zu massiven Ausschreitungen, als sich bis zu 1.000 Migranten im Schlosspark zusammenrotteten. Männergruppen attackierten Polizisten und Festbesucher mit abgebrochenen Glasflaschen, zudem fielen Schüsse. "Wir hatten eine Lage, die wir so noch nicht gekannt haben", sagte ein sichtlich geschockter Polizeipräsident Roland Eisele auf der Pressekonferenz am Montag.

Kritik am Vorgehen der Polizei

Bürgermeister Matthias Klopfer (SPD) versteht die Aufregung nicht. Den Anstieg von Straftaten erklärt sich der 49-Jährige lediglich damit, dass es mehr Einwohner im Bundesland gebe. Das Kriminalitätsverhalten von Deutschen und Asylbewerbern sei nahezu gleich, behauptet der Politiker.

Vor den versammelten Journalisten sagte er: (Im Video ab Minute -19:52) "Ich bin der Letzte, der sich einer klaren Analyse verweigert. Aber eins ist auch klar: Wenn in Baden-Württemberg etwa 150.000 Flüchtlinge sind, dann gibt es eben einen ganz normalen Dreisatz - das heißt: je mehr Einwohner hier im Raum Stuttgart, desto mehr Straftaten."

Der SPD-Politiker kritisierte auch den Einsatz der Polizei, weil der Schlosspark angeblich nicht früh genug geräumt worden sei. Für die nächsten Tage werden deutlich mehr Polizisten das Fest überwachen, kündigte er an. Auch private Sicherheitsleute sollen verstärkt eingesetzt werden.


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